Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) und ihre Auswirkungen auf die erektile Dysfunktion

Hypothyreose, auch bekannt als Schilddrüsenunterfunktion, kann die Erektionsfähigkeit eines Mannes beeinträchtigen. Untersuchungen zeigen, dass 60 Prozent der Männer mit einer Schilddrüsenunterfunktion unter geringer Libido (sexuellem Verlangen), erektiler Dysfunktion oder verzögerter Ejakulation leiden. Eine Hypothyreose bei Männern wirkt sich nachweislich auch auf den Testosteronspiegel, die Samenqualität und die Spermienzahl aus, was zu Unfruchtbarkeit führen kann.

Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) und ihre Auswirkungen auf die erektile Dysfunktion

Eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) kann bei Männern ebenfalls zu Erektionsstörungen führen. Männer mit einer Schilddrüsenüberfunktion haben erhöhte Konzentrationen von Testosteron und sexualhormonbindendem Hormonglobulin (SHBG). Eine Schilddrüsenhormontherapie bei normalen Männern kann diese Erhöhung ebenfalls verdoppeln.

Hormonelle Ungleichgewichte und ihre Rolle bei erektiler Dysfunktion

Sowohl eine Hypothyreose als auch eine Hyperthyreose können bei Männern aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichts eine geringe Libido und Erektionsstörungen verursachen. Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Sexualmedizin verursachen diese Schilddrüsenstörungen Symptome wie Müdigkeit, schlechte Laune und geringen Sexualtrieb, die zu Erektionsstörungen beitragen können.

Der Zusammenhang zwischen Testosteron und Schilddrüsenstörungen

Es ist bekannt, dass Schilddrüsenhormone die SHBG-Konzentration beeinflussen, was sich wiederum auf den Testosteronspiegel auswirken kann. Dies könnte bei Männern zu sexuellen Funktionsstörungen, einschließlich Erektionsstörungen, führen.

Ergebnisse der Studie: Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism (Zeitschrift für klinische Endokrinologie und Stoffwechsel)

In einer 2008 im Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism veröffentlichten Studie wurde zum ersten Mal in kontrollierter Weise nachgewiesen, dass Erektionsstörungen bei Männern mit Schilddrüsenstörungen sehr häufig sind.

Die Behandlung der primären Schilddrüsenstörung kann dazu beitragen, die Symptome der erektilen Dysfunktion zu lindern.

Mögliche Mechanismen zwischen Schilddrüsenfehlfunktion und erektiler Dysfunktion

Die genauen Mechanismen, durch die eine Schilddrüsenfehlfunktion eine erektile Dysfunktion verursachen kann, sind zwar noch nicht vollständig erforscht, man geht jedoch davon aus, dass sie auf ein komplexes Zusammenspiel zwischen einer veränderten Funktion des Erektionsnervs, kognitiven Faktoren und hormonellen Ungleichgewichten zurückzuführen ist.

Wie wichtig es ist, die Symptome mit einem Arzt zu besprechen

Männer, die unter Erektionsstörungen leiden, sollten ihre Symptome unbedingt mit einem Arzt besprechen, der sie auf zugrundeliegende Erkrankungen wie Schilddrüsenstörungen untersuchen kann. Eine korrekte Diagnose und Behandlung kann dazu beitragen, die Erektionsfähigkeit von Männern mit Schilddrüsenproblemen zu verbessern.

Die Rolle von Schilddrüsenmedikamenten bei der Verursachung oder Behandlung erektiler Dysfunktion

Die Behandlung sexueller Funktionsstörungen im Zusammenhang mit Schilddrüsenerkrankungen kann die Einführung oder Änderung von Schilddrüsenmedikamenten, die direkte Behandlung des sexuellen Problems oder beides umfassen. Schilddrüsenmedikamente können eine wirksame Lösung für Erektionsstörungen bei Männern mit Schilddrüsenunterfunktion sein; es ist jedoch wichtig, auch andere Faktoren zu berücksichtigen, die Erektionsstörungen verursachen können.

Empfehlungen für Männer mit Schilddrüsenstörungen und erektiler Dysfunktion

Männer mit Schilddrüsenerkrankungen und erektiler Dysfunktion sollten sich mit ihrem medizinischen Betreuer beraten, um die geeignete Behandlungsmethode zu bestimmen. Dazu kann eine Anpassung der Schilddrüsenmedikamente, eine direkte Behandlung des sexuellen Problems oder eine Änderung der Lebensweise zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit und des Wohlbefindens gehören.